Stereolithografie (SLA) ist eine gängige 3D-Drucktechnologie im Bereich Rapid Prototyping. Sie verwendet lichtempfindliches Harz als Rohmaterial. Dieser Artikel erläutert das Grundprinzip des Stereolithografie-3D-Drucks, beschreibt die Funktionsweise der Technologie, den gesamten Prozessablauf Schritt für Schritt und die geeigneten Materialien.
Überblick über die Stereolithographie (SLA)
Die Stereolithographie (SLA) war eine der ersten entwickelten Rapid-Prototyping-Technologien. Sie ist heute auch eine der am besten erforschten, ausgereiftesten und am weitesten verbreiteten Rapid-Prototyping-Technologien.
Bei der Stereolithografie wird lichtempfindliches Harz als Rohmaterial verwendet. Ein Laser (ultraviolettes Licht) mit einer spezifischen Wellenlänge und Intensität wird auf die Oberfläche des lichtempfindlichen Materials fokussiert. Dadurch härtet das Material Punkt für Punkt und Linie für Linie aus, wodurch eine Schichtstruktur entsteht. Anschließend wird die Bauplattform um eine Schichtdicke vertikal angehoben oder abgesenkt, und die nächste Schicht wird bestrahlt und ausgehärtet. Dieser Aushärtungs- und Bewegungszyklus wird wiederholt, und die Schichten werden übereinander gestapelt, um ein dreidimensionales Bauteil zu drucken.
Prinzip der Stereolithographie
Die Stereolithografie (SLA) wurde 1986 von Charles Hull am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA erstmals erfolgreich entwickelt und 1987 patentiert. Sie gilt als eine der ersten 3D-Drucktechnologien und ist heute die ausgereifteste und am weitesten verbreitete. Als Rohmaterial dient ein lichtempfindliches Harz, das mithilfe eines UV-Lasers computergesteuert Schicht für Schicht aushärtet. Das SLA-Verfahren ermöglicht die einfache, schnelle und vollautomatische Herstellung von Prototypen mit hoher Oberflächenqualität und Maßgenauigkeit sowie komplexen geometrischen Formen.
Der Druckeffekt der Stereolithografie hängt nicht nur von der Druckanlage, sondern auch maßgeblich von den Eigenschaften des lichtempfindlichen Harzes ab. Das verwendete Druckmaterial muss eine geeignete Viskosität aufweisen. Nach der Aushärtung muss es eine gewisse Festigkeit besitzen, und die Schrumpfung sowie der Verzug während und nach der Aushärtung sollten gering sein. Um schnelles und präzises Drucken zu ermöglichen, muss das lichtempfindliche Harz zudem über geeignete Lichtempfindlichkeitseigenschaften verfügen. Es muss unter relativ geringer Bestrahlungsenergie vollständig aushärten, und die Aushärtungstiefe des Harzes muss ebenfalls angemessen sein.
Das Funktionsprinzip des SLA-Verfahrens ist in der Abbildung dargestellt. Unter Computersteuerung scannt und bestrahlt die UV-Laserkomponente die Oberfläche des flüssigen, lichtempfindlichen Harzes punktweise gemäß den Daten der Schichtabschnitte des Konstruktionsmodells. Dadurch polymerisiert die dünne Harzschicht im bestrahlten Bereich und härtet aus, wodurch eine dünne Schicht des Druckmaterials entsteht. Nach dem Aushärten einer Schicht senkt sich die Bauplattform um eine Schichtdicke entlang der Z-Achse ab. Aufgrund der Fließeigenschaften des Harzes bildet sich automatisch eine neue Schicht auf der Oberfläche des zuvor ausgehärteten Harzes. Die Bestrahlungskomponente kann somit direkt die Aushärtung der nächsten Schicht durchführen. Die neue Schicht verbindet sich fest mit der zuvor ausgehärteten. Der Bestrahlungs- und Absenkvorgang wird zyklisch wiederholt, bis das gesamte Bauteil gedruckt ist. Nach dem Druckvorgang muss der Prototyp jedoch aus dem Harz entnommen und einer Nachbehandlung unterzogen werden. Das Endprodukt wird durch Lichthärtung, Galvanisierung, Lackierung oder Färbung hergestellt.

Es ist zu beachten, dass aufgrund der sehr hohen Viskosität mancher lichtempfindlicher Harze die Oberfläche nach der Belichtung und Aushärtung jeder Schicht nur schwer schnell ebnet. Dies beeinträchtigt die Genauigkeit des gedruckten Modells. Daher sind die meisten SLA-Geräte mit einem Abstreifer ausgestattet. Nach jedem Absenken der Bauplattform führt der Abstreifer einen Abstreifvorgang durch. Dadurch wird das Harz gleichmäßig auf die nächste Schicht aufgetragen. Nach der Lichthärtung lässt sich so eine höhere Genauigkeit erzielen, und die Oberfläche des fertigen Druckprodukts wird glatter und ebener.
Die SLA-Technologie zeichnet sich durch hohe Präzision, gute Oberflächenqualität und eine nahezu 100%ige Materialausnutzung aus. Sie eignet sich zum Drucken von Bauteilen mit besonders komplexen Formen und feinsten Details und ist daher ideal für die schnelle Prototypenfertigung kleiner Teile. Allerdings sind die Kosten für die Geräte und die Druckmaterialien relativ hoch.
Aktuell wird die SLA-Technologie hauptsächlich zur Herstellung von Formen und Modellen eingesetzt. Durch die Zugabe weiterer Komponenten zum Rohmaterial kann sie auch Wachsmodelle im Feingussverfahren ersetzen. Obwohl die SLA-Technologie eine hohe Druckgeschwindigkeit und Präzision aufweist, besteht eine große Herausforderung für die Weiterentwicklung dieser Technologie derzeit im dringenden Bedarf an lichthärtenden Materialien mit geringer Schrumpfung, schneller Aushärtung und hoher Festigkeit. Dies liegt daran, dass das Druckmaterial auf lichthärtendem Harz basiert, welches während des Aushärtungsprozesses zwangsläufig schrumpft und dadurch Spannungen oder Verformungen verursacht.
Stereolithographie-Verfahren
Der Prozess der Stereolithographie (SLA)-Technologie kann im Allgemeinen in vier Phasen unterteilt werden: Vorverarbeitung, Prototypenherstellung, Reinigung und Aushärtungsbehandlung.
- Die Vorverarbeitungsphase umfasst hauptsächlich die Datenaufbereitung für das Druckmodell. Dazu gehören insbesondere Schritte wie die Datenkonvertierung des CAD-Konstruktionsmodells, die Bestimmung der Platzierungsausrichtung, das Hinzufügen von Stützstrukturen und das Aufteilen in Schichten.
- Die Stereolithographie ist der eigentliche Druckprozess der SLA-Anlage. Vor dem eigentlichen Druckvorgang muss die SLA-Anlage in der Regel vorgeheizt werden, damit die Temperatur des lichtempfindlichen Harzes die voreingestellte, optimale Temperatur erreicht. Auch das Anfahren des UV-Lasers benötigt etwas Zeit.
- Die Reinigung des Modells besteht hauptsächlich aus dem Abwischen von überschüssigem flüssigem Harz, dem Entfernen und Beschneiden der Stützstrukturen des Prototyps und dem Abschleifen der durch die schichtweise Aushärtung entstandenen Stufenstrukturen.
- Bei verschiedenen Stereolithographieverfahren ist in der Regel eine Nachhärtungsbehandlung erforderlich, beispielsweise eine vollständige Nachhärtung mittels UV-Ofen.

Charakteristika der Stereolithographie
Die Vorteile der Stereolithographie liegen in der hohen Formgebungsgeschwindigkeit und der hohen Präzision der Prototypen. Sie eignet sich hervorragend für die Herstellung kleiner Werkstücke mit komplexen Strukturen, die hohe Präzision erfordern.
Die Stereolithographie-Rapid-Prototyping-Technologie weist jedoch zwei Nachteile auf. Erstens sind die lichtempfindlichen Harzrohstoffe toxisch, weshalb beim Umgang damit Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Zweitens sehen die mittels Stereolithographie hergestellten Produkte zwar optisch sehr gut aus, ihre Materialfestigkeit ist jedoch noch nicht mit der von industriell gefertigten Produkten vergleichbar. Dies schränkt die Weiterentwicklung der Technologie stark ein und beschränkt ihre Anwendung hauptsächlich auf die Prototypenverifizierung. Für die Herstellung industrietauglicher Produkte sind weitere Bearbeitungsschritte erforderlich.


Die Ausrüstungs-, Wartungs- und Materialkosten der SLA-Technologie sind wesentlich höher als die von Fused Deposition Modeling (FDM) und anderen Technologien. Daher werden 3D-Drucker auf Basis der Stereolithografie-Technologie derzeit hauptsächlich im professionellen Bereich eingesetzt. Desktop-Anwendungen befinden sich noch in der Anfangsphase.
Die Vorteile der SLA-Drucktechnologie sind im Einzelnen folgende:
- Die SLA-Technologie entstand früh und weist nach jahrelanger Entwicklung einen hohen technischen Reifegrad auf.
- Die Druckgeschwindigkeit ist hoch, der lichtempfindliche Reaktionsprozess ist einfach, der Produktionszyklus ist kurz und es werden keine Schneidwerkzeuge oder Formen benötigt.
- Die Druckgenauigkeit ist hoch. Es können Prototypen und Formen mit komplexen Strukturen oder Gestalten gedruckt werden, die mit herkömmlichen Technologien schwer herzustellen sind.
- Die Softwarefunktionen sind vollständig. Sie unterstützt Online-Betrieb und Fernsteuerung, was für die Produktionsautomatisierung von Vorteil ist.
Im Vergleich zu anderen Drucktechnologien weist die SLA-Technologie folgende Nachteile auf:
- SLA-Geräte sind im Allgemeinen teuer, und die Kosten für Nutzung und Wartung sind sehr hoch.
- Es erfordert einen präzisen Umgang mit giftigen Flüssigkeiten und unterliegt strengen Anforderungen an die Arbeitsumgebung.
- Aufgrund von Materialbeschränkungen bestehen die verfügbaren Materialien hauptsächlich aus Harzen. Dies schränkt die Festigkeit, Steifigkeit und Hitzebeständigkeit der gedruckten Produkte stark ein und macht sie ungeeignet für die Langzeitlagerung.
Materialien für den SLA-Druck
SLA eignet sich für verschiedene Harzmaterialien. Die Materialauswahl richtet sich nach dem Verwendungszweck des Bauteils, beispielsweise nach Hitzebeständigkeit, glatter Oberfläche oder Verschleißfestigkeit. Die Harzpreise variieren stark. Standardmaterialien kosten etwa 70 RMB pro Liter, während Spezialmaterialien wie Gießharz oder Dentalharz etwa 500 RMB pro Liter kosten.



| Zu den Arten | Eigenschaften |
| Standardharz | Glatte, matte Oberflächenbeschaffenheit |
| Klares Harz | Transparent, kann bis zu nahezu optischer Transparenz poliert werden. |
| Flammhemmendes Harz | Flammhemmend, hitzebeständig, formstabil und kriechfest. Es eignet sich für den Einsatz in Innenräumen und industriellen Umgebungen mit hohen Temperaturen oder Zündquellen. |
| Robustes, langlebiges Harz | Robustes Material, geeignet für bewegliche Teile. Es widersteht Druck, Zug, Biegung und Stößen, ohne zu brechen. |
| Flexibles Harz | Es besitzt eine ähnliche Flexibilität wie Gummi, thermoplastisches Polyurethan oder Silikon. Es hält wiederholtem Biegen, Knicken und Zusammendrücken stand und kann ohne Reißen wiederholt verwendet werden. |
Toleranz und Kapazitäten
Bei Getzshape, unser 3D-Druckdienste Wir decken vier Haupttechnologien ab: SLA, SLS, SLM und FDM. Unsere Toleranzen und Kapazitäten für den SLA-3D-Druck sind unten aufgeführt.
| Artikel | Eigenschaften |
| Toleranz | L<100 mm, ±0.2 mm L > 100 mm, ± 0.2 % |
| Abmessungen | Maximale Größe: 780 mm x 780 mm x 530 mm Mindestgröße: 5 mm x 5 mm x 5 mm |
| Mini. Wandstärke | 0.8mm |
Oberflächenbehandlungen für SLA-gedruckte Bauteile
- SchleifenEin grundlegender und wichtiger Schritt zur Oberflächenbearbeitung von gedruckten Teilen. Dabei werden Schleifpapiere unterschiedlicher Körnung verwendet, um die sichtbaren Schichtlinien zu entfernen und die Oberfläche zu glätten.
- LackierungZuerst wird die Oberfläche geschliffen, um sie zu glätten. Anschließend wird eine Grundierung aufgetragen, damit die Farbe besser haftet. Danach wird die Farbschicht aufgesprüht oder gestrichen. Durch das Lackieren lassen sich Schichtübergänge vollständig kaschieren, dem Bauteil eine schöne Farbe verleihen und die Oberfläche glatt gestalten. Das Verfahren findet breite Anwendung bei Ausstellungsmodellen, Prototypen und Endprodukten.
- PolierenDie Oberfläche von Bauteilen wird geglättet und glänzend gemacht. Nach dem Grundschleifen wird die Oberfläche mit speziellen Poliermitteln oder -werkzeugen bearbeitet. Dadurch werden kleine Kratzer entfernt und das Bauteil erhält einen glänzenden Look.






